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Das werden die Marketing­trends 2021 – vermutlich. Nein, ganz bestimmt. Oder vielleicht doch nicht? Was meint ihr?

Okay, wir haben leider keine Glaskugel und können nicht in die Zukunft sehen. Wir wollen auch gar nicht so tun als könnten wir’s. Das Jahr 2020 hat äusserst seriöse «Experten» mit ihren Prognosen ziemlich alt aussehen lassen und deutlich gemacht, dass doch ganz schnell alles ganz anders kommen kann. 

Aber egal ob Krise oder nicht, Marketing Trends verändern sich ohnehin in Lichtgeschwindigkeit. Mit der rasant voranschreitenden Digitalisierung und den daraus entstehenden Technologien, eröffnen sich ständig völlig neue Möglichkeiten (und Risiken). Schritt halten ist angesagt, sonst ist man mal schnell weg vom Fenster. 

«Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit», Friedrich Schiller

In unserer immer schnelllebigeren Gesellschaft, geht es nun nicht mehr nur darum Trends zu erkennen, sondern diese selber massgeblich mitzugestalten und zu antizipieren. 

Daher wagen wir eben doch einen Blick in unsere next level Glitzer-Kristallkugel und verraten Euch, welche Marketing Trends wir im 2021, ziemlich sicher, sehen werden.

1) User generierter Inhalt 

Nur die Konsumenten von Drogen und Softwarenutzer werden «User» genannt. Eine unwürdige Beschreibung derjenigen, die den grössten Einfluss auf Produkte, Firmen und ganze Industrien und deren Erfolg oder Misserfolg haben. Kurz: die Kunden. 

Sie definieren die Produktpaletten und bestimmen ganze Industrien. 

«Der Markt bestimmt das Angebot». 

Nix neues also? Doch, nur eben anders: viel direkter, agiler und vor allem öffentlich. 

 

Erzwungene Disruption «dank» Covid-19
Während 2019 der Onlinehandel bereits um beachtliche 8,4% zugelegt hat, erlebten viele Onlineshops der Schweiz dieses Jahr eine Umsatzsteigerung von bis zu 1500 Prozent  (Onlinehändlerbefragung 2020 der ZHAW), dank Covid-19. Klar warum: viele der bisher online-resistenten klassischen «Stadtladen-Shopper» mussten umdenken und haben Gefallen daran gefunden! Sie bleiben und akquirieren fleissig Freunde, Familie und Co. 

Der Nachteil von Online-Shopping: die Haptik fehlt. Man kann das Produkt nicht in den Händen halten und sich vor Ort beraten lassen. Kein Problem, denn genau das übernehmen die Kunden nun alle selber indem sie anderen detailgenau beschreiben, was einen erwartet, wenn man dieses Produkt kauft.  Wir empfinden heute die Onlineportal-Bewertungen eines Produktes von anderen Kunden (wir verzichten auf den Begriff «Benutzern») um ein Vielfaches wichtiger, als die Beiträge des Unternehmens selber. Kunden posten Videos, Fotos, Rezensionen oder umfangreiche Produktetests und Anleitungen. Sie werden zu freiwilligen Markenbotschaftern, aus eigenem Antrieb und für die Unternehmen kostenfrei, allerdings eben auch ungefragt. Genau darauf müssen Firmen heute gefasst und gut vorbereitet sein. 

Jetzt könnte man sagen, «ok, die Meinung der Kunden habe ich ohnehin nicht in der Hand». Fatal. Natürlich muss das Produkt überzeugen aber die Response Time und Art der Antwort auf eine beispielsweise schlechte Rezension ist durchaus entscheidend. Aber auch die Plattformen selber, die man dem Kunden bietet, um Feedback loszuwerden, spielt eine wichtigere Rolle denn je. Bietet man die Möglichkeit nicht aktiv an oder reagiert patzig auf eine miese Kritik, läuft man schnell Gefahr, eine schlechte Google-Rezension oder gar einem Shitstorm zu kassieren. Heute muss man seine Kunden wirklich ernst nehmen und aufrichtig auf ihre (hoffentlich) wertvollen Inputs reagieren. 

2) Hochwertige Markenbotschaften

Ja, richtig. HOCHWERTIG!!! Vor ein paar Jahren hat es völlig ausgereicht Katzen zu zeigen oder dumme Sprüche zu klopfen. Auch wenn sie sich immer noch hervorragend via Social Media «verkaufen», bieten sie nicht den nun gewünschten «Mehrwert». Gerade die Bereiche Video Marketing, künstliche Intelligenz oder interaktive Inhalte, werden heute nicht mehr nur genutzt, um ein Produkt bestmöglich zu verkaufen, sondern um den Kunden ein einzigartiges, immersives und unvergessliches Erlebnis zu erschaffen. Denn in der ganzen «Informations-Flut» gilt es, sich mehr denn je von den anderen abzuheben, um überhaupt gesehen zu werden. 

Ganz nah am Kunden
Im Juli hat beispielsweise Apple eine Kampagne mit dem Namen ‘The whole working-from-home thing’ gestartet um die Anwendung Ihrer Produkte zu kommunizieren. Es geht also nicht immer nur um den reinen, harten und schnellen Abverkauf, sondern darum, echte, hochwertige Markenerlebnisse zu schaffen. Emotionen, Mehrwert und Relevanz sind hier unsere Zauberwörter.

3) Social Commerce

Mit der Einführung von Facebook ShopsInstagram shops, Pinterest Shopping Ads und Catalogs, wird Social Commerce klar einer der grössten Trends in der online Vermarktung von Produkten und wird diese Plattformen auf ein neues Niveau heben und den Einfluss nochmals massiv ausbauen. 

Gerade hier kommen unsere Kernkompetenzen für Design und starke Bildwelten voll zum Tragen. Es ist wichtig, einen top Eindruck des Produkts zu vermitteln.

So kann wirklich jedes noch so kleines Business via Social Media seine Produkte promoten und verkaufen ohne eigene, teure Vertriebskanäle aufbauen zu müssen. 

Kundennähe trotz Social Distancing
Auch das ist in Krisenzeiten besonders wichtig, wo doch der physische Kundenkontakt mehr und mehr zurückgeht. Wer weiss, wie es nach der Krise weitergeht – wir alle freuen uns vermutlich auf mehr zwischenmenschlichen Kontakt, aber das Produkte von KMUs verstärkt auch auf Social Media Plattformen angeboten werden, ist nicht mehr wegzudiskutieren.

4) Nostalgie Marketing

In dieser schnelllebigen, technologie-getriebenen Welt haben wir alle, vor allem in diesem Jahr, auch gerne mal zurückgeschaut und in Erinnerungen aus den «guten alten Zeiten» geschwelgt. Tatsächlich gibt uns das ein gutes Gefühl – so ein gutes, dass wir tatsächlich gewillt sind mehr dafür auszugeben, wenn wir dafür in «den guten, alten Zeiten» schwelgen dürfen. Die perfekte Marketingstrategie. Anstatt Neues zu promoten, zeigt das nostalgische Marketing genau das was wir schon kennen. Es belebt Erinnerungen neu, lässt uns nostalgisch dahinschweben und nimmt uns die Angst vor der unbekannten und (gefühlt?!?) unsicheren Zukunft. Der Trend ist nicht neu, feierte aber gerade in diesem Jahr sein grosses Come-Back und wird uns auch im 2021 weiterhin begleiten. 

 

5) Live, live, live

Videos oder bewegter Content sind bereits seit letztem Jahr die beliebtesten online Inhalte mit der längsten Verweildauer und besten Reichweite. Alte Kamelle, also? Jein, denn «live» sind sie der neueste S***, pardon, Trend! Abgesagte Messen, Konzerte, Kongresse oder Informationsveranstaltungen zwangen uns dazu neue Wege zu finden uns auszutauschen und dennoch in Kontakt zu bleiben. Einer von fünf Facebook Videos wird bereits live gestreamt. 1 Millionen Instagram Kunden (“users”) schauen sich jeden tag live Videos an und so sind nun auch TwitterYouTube, und zuletzt LinkedIn, auf den Online Video Zug mit aufgesprungen. Alleine in 2019 wurden insgesamt 1.1 Milliarden Stunden Live Videos angesehen. Und zudem hat die Covid19-Krise noch ihr übriges getan und weiterhin schön Öl ins Feuer gegossen, da nun Livevideos für viele Industrien eine notwenige Institution geworden sind mit der Kundschaft weiterhin interagieren und in Kontakt bleiben zu können. Ganz besonders in den Bereichen Fashion, Entertainment und Musik. 

 

 

Events neu denken – zumindest übergangsweise
So wurden viele typische «offline» Events wie Festivals, Fashion Shows, Gigs und Kunstausstellungen zu live Video Events. Grossveranstaltungen wie das Glastonbury Festival und Stockholm Fashion Week erlauben es nun ihrem Publikum aus der Ferne, zumindest online teilzunehmen.

Für viele, ob Firmen oder Privatpersonen, wurden Livevideos in diesem Jahr quasi überlebensnotwendig und bereits zur festen Gewohnheit. Die bequeme Erreichbarkeit von überall auf der Welt in fast jeder Situation hat uns überzeugt und bereits Einzug in unser Leben erhalten.

Echtzeit für «Echtheit»
Wir schauen bereits jetzt 3 x länger live Videos im Vergleich zu bereits aufgenommenem Inhalt, da wir uns schlichtweg so mehr involviert fühlen – Produktion in Echtzeit bekommt somit eine ganz neue Bedeutung. Auch der zunehmend kritische Umgang mit online Inhalten in Bezug auf «Echtheit» (fake news) hat dies vorangetrieben. Wir vertrauen etwas mehr, wenn wir es live in Echtzeit sehen. Wurde es aufgenommen stellt sich schnell die Frage, ob es auch so tatsächlich stattgefunden hat. 

Eine Form von Videocontent sind Kurzclips für Social Media. Wir nennen das «Social Media Creatives». Das können Kurzfilme sein, animierte Gifs oder andere Formen von Motion Graphics und Bewegtbild.

6) Customer Journeys – oder der etwas sperrigere deutsche Ausdruck: Kundenerlebnisketten

Okay, wir geben es zu, Customer Journeys sind kein wirklich neuer Trend, eher ein anhaltender. Unsere Erfahrung zeigt aber, dass dieser bei manchen Firmen noch überhaupt nicht angekommen, geschwiege denn in die Prozesse eingeführt ist.

 

Dabei ist es so wertvoll bestehende Customer Journeys zu analysieren, um diese zu optimieren. Ein Beispiel: Die Touchpoint-Analyse. Die Berührungspunkte mit Unternehmen sind heute um ein Vielfaches diverser als noch vor ein paar Jahren. Wo tritt der Kunde phyisch oder virtuell mit dem Unternehmen in Kontakt? Welche Berührungspunkte sind die wichtigsten? Wo können wir schnell bessere Ergebnisse erzielen? Dies geht von Anpassungen am Produkt/der Dienstleistung über Website-Optimierungen bis zu Elementen wie dem Kleidungsstil oder der Rethorik der Kundenberater. Und ja, wir wissen, dass dies ein aufwendiger Prozess ist. Dahr binden wir diesen in einer «light» Variante an, um so den Einstieg zu meistern und schnell zu konkreten Ergebnissen zu gelangen.

 

 

7) Co-Creation

Das ist unser Liebligs-Trend: Co-Creation. Es gibt wenig, das uns mehr Freude bereitet, als gemeinsam in unserem Team oder mit unseren Kunden spannende, neue Ideen zu kreieren.

 

Wer heute erfolgreich kommunizieren will, braucht Insights und Wissen, um mit einem Produkt, einer Dienstleitung oder Marke Kunden wirklich erreichen zu können. Ein gemeinsames, abgestimmtes Vorgehen, sowie starke, vertrauensvolle Partnerschaften mit Tiefgang führen zum Erfolg.

 

Dabei lieben wir es, an Projektteams oder Marketingabteilungen anzudocken und Silos, sowie vermeintliche «Denkverbote» aufzubrechen. Völlig egal, ob die geniale Idee vom CEO oder dem Raumpflegepersonal kommt. Interdisziplinäre Projektteams schaffen die innovativsten Lösungen. Eine offene, direkte und konstruktive Feedbackkultur ist unverzichtbar.

 

Wenn Sie wollen, nehmen wir gerne, gemeinsam mit Ihnen, Ihr Marketing-Potenzial für das Jahr 2021 unter die Lupe. Unverbindlich und kostenlos. 

 

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Gepostet am 15. Februar 2021.

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